Entrümpelung für Senioren

Menschen sind Sammler und nach einer gewissen Zeit häufen sich viele Möbel, Habseligkeiten und Erinnerungen an. Jeder hat in seiner Wohnung eine dunkle Ecke, die ausgemistet werden sollte. Das meiste Zeug sammelt sich in Kellern, Garagen, Abstellräumen oder auf dem Dachboden an.

Vielen fehlt die Zeit, beziehungsweise die Nerven ihre Wertsachen auszumisten, weil auch alles standesgemäß entsorgt werden muss. Spätestens bei einem Umzug wird es Zeit sich seinen dunklen Ecken zu stellen oder auch im Falle eines Todes muss die Wohnung oder das Haus verkleinert oder aufgelöst werden.

Diejenigen, die dann für die Haushaltsauflösung verantwortlich sind, werden emotional, sowie auch organisatorisch sehr belastet. Was es mit einer Haushaltsauflösung auf sich hat und wie man sie gut bewältigen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist eine Haushaltsauflösung:

Mit der Haushaltsauflösung wird die Räumung einer Wohnung bezeichnet, einschließlich der Nebenräume wie Dachboden und Keller. Die Entsorgung der Gegenständer der jeweiligen Wohnung nennt man dann Entrümpelung.

Bei einer Haushaltauflösung geht es also darum, dass die Senioren ins Altersheim oder in eine Senioren-WG ziehen und diese nur wenige Dinge mitnehmen können. Der Rest bleibt dann in der Wohnung zurück und muss von den Angehörigen „beseitigt“ werden. Das ist sowohl körperlich wie auch zeitlich aufwendig und mit einer emotionalen Belastung verbunden.

Es ist für jedes Kind schlimm, dass die Eltern oder Großeltern nicht mehr allein leben können und auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Meistens sind die Angehörigen in einer Art Trauer und kämpfen sich durch die Entrümpelung, die gut geplant werden muss. Die Gegenstände sind persönlich und meistens mit vielen Erinnerungen verbunden, was es dann schwer macht, sich von ihnen zu trennen. Als Angehöriger muss man nämlich entscheiden, welche Erinnerungen behalten und welche entsorgt werden sollten und das ist für niemanden leicht.

Die Kosten und Preise einer Haushaltsauflösung:

Eine Entrümpelung, die Firmen organisieren ist nie ganz kostenlos, außer wenn sich der Hausrat und das Mobiliar gut verkaufen lassen und damit die Aufwandpauschale der Firma gedeckt werden kann, denn eine Haushaltsauflösung ist immer mit Kosten verbunden. Ein seriöser Anbieter wird mit den Angehörigen vor Ort besprechen, wie viel er für die Entrümpelung verlangt.

Wenn man sich dafür entscheidet, die Haushaltsauflösung ohne Firma zu machen, muss man die Kosten für Entsorgungsdienste und Container einkalkulieren. Ohne eine Firma zu arbeiten ist nur dann sinnvoll, wenn der Nachbar, Freund oder Angehörige wenige Möbel und Kleinteile besitzt, denn wenn man mehrere Container braucht, wird es teuer.

Es lohnt sich die Preise zu vergleichen und dann abzuwägen, welche Entscheidung für einen besser wäre. Die Kosten variieren nach Containergröße und Region sehr. In Berlin kostet ein drei Kubikmeter großer Container zum Beispiel 220 Euro, während ein Sperrmüll-Abholservice nur 50 Euro verlangen würde. Ein Container ist jedoch sehr praktisch, da er in 24 Stunden schon vor Ort ist und jeder Zeit gefüllt werden kann, während der Sperrmüll-Abholservice nur an Werktagen arbeitet und es länger dauert, bis man einen Termin von der jeweiligen Gemeinde bekommt.

Entrümpelungsfirma für eine Haushaltsauflösung:

Professionelle Entrümpelungsfirmen kann man in den Gelben Seiten finden oder auch im Internet. Eine seriöse Firma kann noch keinen pauschalen Preis nennen, da jeder Haushalt anders aufgebaut ist. Die Firmen räumen nämlich die verschiedensten Wohungen aus und haben schon viel Erfahrungen gesammelt. Firmen räumen nämlich nur kleine Wohnungen aus, sondern manchmal auch ganze Häuser.

Wichtig ist, dass die Firma aus der Nähe kommt und die Wohnung in Betracht nimmt. Außerdem sollte sie auch alles entsorgen und eventuell auch die Reinigung übernehmen, sodass man selbst keine Sorgen mehr haben muss. Professionelle Entrümpelungsfirmen bieten einen Allrounder-Service an, bei dem auf Wunsch sogar Fenster gereinigt werden oder in der Wohnung eine Geruchssanierung oder Renovierung vorgenommen wird. Die Besichtigungen sollten kostenlos sein und man wird aufgeklärt, was für Kosten auf einen warten. Es dürfen keine versteckten Kosten anfallen und man sollte sich auf eine Festpreisgarantie verlassen können. Die Firmen sind im Normalfall rund um die Uhr erreichbar und sogar in Notfallsituationen kann spontan reagiert werden.

Die Firmen haben den Vorteil, dass sie sich um die Entsorgung komplett kümmern und auch das gesamte Haus oder die Wohnung ausräumen. Selbst Nägel und Schrauben werden aus den Wänden entfernt. Gute Entrümpelungsfirmen haben außerdem eine Haftpflichtversicherung und sich bei Schäden ausreichend versichert. Wichtig ist, dass man mit der ausgewählten Entrümperlungsfirma ausmacht, welche Arbeiten alle durchgeführt werden sollten. Nachdem man über den Pauschalpreis gesprochen hat, sieht man nach der Entsorgung die tatsächliche Abrechnung. Einige Firmen berechnen nach Gewicht, andere nach Kubikmetern. Man sollte aber mit einem Stundenlohn von 25 Euro rechnen. Für diesen Stundenlohn sind die Anfahrt, Lohn der Mitarbeiter und Materialkosten schon eingerechnet.

In einem schriftlichen Vertrag sollte festgehalten werden, welche Kosten und Leistungen berechnet werden. Nur so kann man böse Überraschungen verhindern. Die Firma muss einen Entsorgungsnachweis ausstellen, der nachweist, dass alles ordnungsgemäß entsorgt wurde.

Tipps für eine einwandfreie Haushaltsauflösung:

  • Wichtig ist, dass man bei der Haushaltsauflösung die Ruhe bewahrt und nicht die Nerven verliert. Es macht Sinn, sich mit anderen Angehörigen auszusprechen, wer welche Gegenstände kaufen oder übernehmen möchte. So wird man schon einige Dinge los und kann eine Aufstellung machen, was abgemeldet werden muss. Man kann sich auch bei Wohlfahrtswerken melden, weil diese oft nach Möbeln suchen. Gegenstände, die wertvoll sind oder einem am Herzen liegen, sollten in den eigenen Haushalt mitgenommen werden. Man sollte aber vor allem kontrollieren, alle nötigen Dokumente mitzunehmen wie zum Beispiel Verfügungen, Vollmachten und Testamente. Wer noch keine Vorsorgevollmacht hat, sollte sich eine erstellen lassen. Wenn die Entrümpelungsfirma dann kommt, sollte man sich am besten zurückziehen, da es schmerzhaft ist zuzusehen, wie die Gegenstände einer geliebten Person weggeworfen werden.

 

  • Der Sperrmüll-Abholservice nimmt nicht immer alles mit. Elektrogeräte sollten auf einen Recyclinghof gebracht werden oder auf eine Sondermülldeponie. Deshalb ist es wichtig, dass man sich im Voraus informiert, was der Sperrmüll alles mitnimmt, um zu vermeiden, dass Gegenstände auf der Straße liegen bleiben. Was muss man bei einer Haushaltsauflösung kündigen?

 

  • Es gibt außerdem einige Dinge, die man kündigen oder ummelden muss bei einer Haushaltsauflösung. Dazu gehören zum Beispiel der Festnetzanschluss, der Rundfunkbeitrag, Zeitschriften-Abos, Nachsendeantrag bei der Post, Autoversicherungen, Wohngebäudeversicherungen und natürlich noch Gas, Wasser und Strom. Man sollte Betreuungskräfte, Haushaltshilfen, Besuchsdienste und eventuell Gartenpfleger benachrichtigen, wo sich momentan der Senior/die Seniorin befindet. Falls es noch offene Rechnungen gäben sollte, muss man für diese aufkommen.

 

  • Falls es Dinge gibt, von denen man sich nicht trennen kann, besteht die Möglichkeit, einen Lagerplatz anzumieten.

Vollmacht für die Haushaltsauflösung:

Wenn man sich entschieden hat, dass man sich um die Haushaltsauflösung für seinen Angehörigen übernehmen möchte, sollte man sich rechtzeitig und eine Vorsorgevollmacht kümmern, denn nur auf diese Weise erhält man alle nötigen Rechtsgeschäfte, die bei einer Haushaltsauflösung anfallen.

Wenn man selbst davon betroffen ist, in ein Seniorenheim zu ziehen, sollte in einer Vorsorgevollmacht geklärt werden, welche Schenkungen die bevollmächtigte Person machen darf. Normalerweise kann man eine Vorsorgevollmacht spätestens erstellen lassen, wenn man in eine Pflegeeinrichtung zieht. Vollmachten kann man beim Finanzamt erstellen lassen. Vollmächte für Kreditinstitute sollten notariell beglaubigt werden lassen.

Mit einer Generalvollmacht kann man eine Vertrauensperson dazu befähigen, sich um all persönlichen finanziellen und rechtlichen Belangen zu kümmern, wenn man es selbst nicht mehr alle Aufgaben übernehmen kann. Die Generalvollmacht kann man widerrufen, falls man mit der Person nicht mehr verkehren möchte. Ansonsten gilt die Generalvollmacht über den Tod hinaus, sodass der Stellvertreter selbst nach dem Ableben noch Entscheidungen treffen darf.

Todesfall und Haushaltsauflösung:

Leider kommt es nicht selten vor, dass Haushaltsauflösungen stattfinden, weil ein Angehöriger gestorben ist. In diesem Fall muss man trotzdem den Überblick bewahren und sich um alle anstehenden Aufgaben gut kümmern. Dafür sollte man sich Hilfe bei weiteren Angehörigen oder Freunden holen, um nicht alles allein machen zu müssen.

Das wichtigste ist, dass man sich zunächst um die Formalitäten kümmert, wie zum Beispiel den Angehörigen von der Krankenkasse, dem Versorgungsamt und der Rentenversicherung abzumelden. Um den verstorbenen bei der Bank abzumelden, benötigt man eine Vollmacht. Police sollten aufbewahrt werden für die Lebensversicherung. Selbst das Finanzamt muss benachrichtigt werden. Zuletzt sollte man alle Accounts im Internet kündigen und sich schließlich um die Organisation der Bestattung kümmern, sodass der verstorbene Angehörige in Ehren gehalten werden kann.

Danach kommt es zu weiteren Fragen und zwar, wer alles zu den Erben gehört, ob es ein Testament gibt und die Erben die Erbschaft überhaupt annehmen wollen. Haustiere müssen versorgt werden und das Haus oder die Wohnung gesichert werden. Mietwohnungen sind in jedem Fall fristgerecht zu kündigen. Wenn man als Kind die Wohnung der Eltern vererbt bekommt, ist es wichtig, dass man sich um Reinigungspflichten, Nebenkosten und Kündigungsfristen kümmern muss. Dasselbe gilt auch für den Ehepartner.

Man hat einen ganzen Monat Zeit, den Vermieter über den Todesfall zu informieren, ansonsten hat man sich an die dreimonatige Kündigungsfrist zu halten. Wenn man das Erbe ausschlagen möchte, hat man dazu sechs Wochen nach dem Tod des Angehörigen Zeit. Wer sich nicht darum kümmert, wird automatisch zum Erben.

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